Silke über ihr Herzensprojekt

Sahaya ist mein persönliches Herzensprojekt. Schon bei meinem ersten Besuch 2011 hat mich der Umgang der Familienmitglieder untereinander sehr berührt. Mir war damals schnell klar, dass es sich hier um etwas Besonderes handelt. Während es in Nepal Waisenhäuser gibt, in denen möglichst viele Kinder für den Profit an westlichen Touristen „gehalten“ werden, geht es bei dieser Pflegefamilie ausschließlich um das Wohl der Kinder. So war es mir in den ersten Tagen meines Aufenthalts nicht möglich, zwischen eigenen und Pflegekindern zu unterscheiden. Es herrscht absolute Gleichberechtigung. Was fehlte, war jedoch Geld. Ich habe zu diesem Zeitpunkt so viel gegeben wie ich konnte, aber langfristig hätte das nicht viel geändert. Daraus entstand die Idee, in Deutschland einen Verein zu gründen, um auch von daheim Hilfe leisten zu können.

Als dann bei unserem gemeinsamen Besuch in Pokhara Julian, mein Freund und Lebensgefährte, ganz plötzlich und unerwartet verstarb, habe ich selbst erfahren dürfen, was für warmherzige und selbstlose Menschen die Pflegeeltern sind. Nicht „nur“, dass sie ihren 14 Pflegekindern ein tolles neues Zuhause geben, auch mir haben sie in diesen schrecklichen Tagen selbstlos geholfen und zur Seite gestanden. Ich bin ihnen wahnsinnig dankbar für alles, was sie für mich getan haben, und fühle mich ihnen dadurch sehr verbunden. Eines der Dinge, die mich durch das schwierige erste Trauerjahr gebracht haben, war die Tatsache, dass ich neben diesem schrecklichen Erlebnis gleichzeitig gerade in den Tagen danach in Nepal so viel Gutes erfahren habe, so viel Mitgefühl und Wärme. Ich war nicht alleine, obwohl ich weit weg von Zuhause in Nepal war.

Mir liegt es nach dieser Erfahrung mehr denn je am Herzen, diese wunderbare Familie zu unterstützen. Wenn ich mit Vater Dhan Bahadur telefoniere und er mir von seinen Sorgen erzählt, dann geht mir das immer ganz besonders nahe. Mein großer Traum ist es, dass wir ihnen in nicht allzu ferner Zukunft alle Geldsorgen abnehmen und die monatlichen Kosten der Großfamilie übernehmen können. Ich freue mich daher sehr, wenn du mich bei der Erfüllung dieses Traums unterstützen möchtest – was auch immer du dazu beisteuern kannst.

Ich habe der „Für Sie“ von meiner ganz persönlichen Geschichte erzählt – den Artikel findest du in der Ausgabe 3/2016 ab dem 28.12.2015. Nähere Infos gibt es auch hier und auf meiner Webseite In lauter Trauer.

Kontakt: silke@sahaya.de

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